Hörspielkritik zu “Marillenmassaker”
Freu mich über eine feien treffsichere Besprechung von MArillenmassaker in Hoerspilekritik.de – Danke an Jochen Meißner
Im Unterhalb-Drunterbunt
Los geht es mit einer kleinteiligen Collage aus dem Eingangsmonolog von Nives (Swintha Gersthofer), der sich wie die Regieanweisung liest: „Stimmen / Stille / Kindergeräusche in anderem Raum / Stimmen auf der Straße, die näher kommen und dann verstummen / Wiener Walzer / Gläser, die klirren, wie am Opernball / Pferdehufe und Kutschen, die auf Pflastersteinen durch die Straßen hallen / Schritte in Gasse / Straßenbahn / elektronische Musik“. Das klingt ein wenig kitschig und klischiert, doch als Soundcollage bekommt die Beschreibung eine Dichte, wie man sie aus Walter Ruttmanns bahnbrechendem Hörspiel „Weekend“ aus dem Jahr 1930 kennt.
Es gibt noch zwei weitere Soundcollagen an entscheidenden Stellen des Hörspiels, die ganz auf die erzählerische Kraft der Geräusche setzen. Und weil auf dem einstündigen Sendeplatz noch genug Platz um das 37-minütige Hörspiel herum ist, wird man im Nachhinein für die kompositorischen Bestandteile sensibilisiert, die ebenso konstitutiv für das Werk sind wie die Texte von Caroline Hofer.
Unbekannte Räume………..”
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